Auto mieten in Spanien

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Spanien ist mit seinen tollen Landschaften und allerorts verbreiteten Sehenswürdigkeiten eins der beliebtesten Touristenziele in Europa. Wer so viel wie möglich vom Land sehen will, sollte es per Pkw entdecken. Da aber die Anfahrt mit dem eigenen Auto lang und mühselig sein kann, entscheiden sich viele Spanien-Besucher dazu, sich vor Ort einen Wagen zu mieten. Wir verraten Ihnen, was Sie bei der Autoanmietung in Spanien beachten sollten.

Buchen Sie im Voraus

Wenn Sie bereits Zuhause den Mietwagen buchen, dann können Sie in aller Ruhe die Anbieter und damit auch die Preise vergleichen. Außerdem können Sie sich dann noch ein Auto aussuchen. Wenn Sie sich erst vor Ort mit der Wagenmiete beschäftigen, kann es gut sein, dass nur noch die teuren Wagen (oder sogar gar keine mehr) zur Verfügung stehen.

Mietwagenverleih vor Ort

Wer erst vor Ort seinen Wagen buchen möchte, der findet an den Flughäfen, in Städten, aber auch in größeren Urlaubsorten internationale Mietwagenanbieter, wie z.B. SIXT, Europcar etc. Dabei sind die Verleiher am Flughafen in der Regel etwas teurer, als Nietwagenverleiher etwas abseits. Wenn Sie Ihren Wagen möglichst günstig anmieten möchten, sollten Sie das im Hinterkopf behalten.

Umfassender Versicherungsschutz

In Spanien ist es ratsam, für den Mietwagen eine Vollkasko- und falls von dieser nicht miteingeschlossen, eine Diebstahlversicherung abzuschließen. Die Vollkaskoversicherung sollte mit keiner oder nur einer sehr niedrigen Selbstbeteiligung abgeschlossen werden, da es auf Spaniens Straßen recht rücksichtlos zugehen kann und Lack- und Kratzschäden somit an der Tagesordnung stehen.

Der Abschluss einer Mallorca-Police ist inzwischen, wenn auch noch oft angepriesen, nicht mehr notwendig. Mit der Mallorca-Police konnte man niedrige Haftpflichtdeckungssummer anheben, was aber in Spanien nicht mehr erforderlich ist, seit 2008 die gesetzliche Mindestdecksumme erhöht wurde (neuer Stand: 70 Millionen Euros für Personenschäden, 5 Millionen für Sachschäden).

Vorsicht bei unseriösen Tankregelungen

Ziemlich halsabschneiderisch, aber leider weit verbreitet ist die Regelung, dass der Kunde den Wagen vollgetankt übernimmt und hierfür sowohl eine Servicegebühr, als auch natürlich den vollen Tank bezahlt. Dafür darf der Kunde den Wagen mit leerem Tank zurückbringen. Da es aber kaum ein Kunde schafft, den Wagen wirklich leergefahren zurück zu bringen und Geld nicht zurück erstattet wird, zahlt der Kunde bei dieser Regelung fast immer drauf.

Fairer ist hingegen die Regelung, dass der Kunde den Wagen vollgetankt übernimmt und auch vollgetankt zurückbringt. So bezahlt der Kunde nur für den Sprit, den er auch tatsächlich verfahren hat.

Das Auto bei Übergabe inspizieren

Wie auch in Deutschland, sollten Sie auch in Spanien das übergebene Auto unter die Lupe nehmen und sich eventuelle Schäden schriftlich bestätigen lassen, um hinterher nicht selbst dafür aufkommen zu müssen. Zudem sollten Sie das Vorhandensein einer Warnweste im Auto überprüfen (absolute Pflicht in Spanien).

Das Auto möglichst sauber zurückgeben

Auch wenn nichts Entsprechendes vereinbart wurde, sollten Sie Ihr Auto möglichst sauber an den Verleiher zurückgeben. Nicht nur, dass die Übergabe sonst erheblich in die Länge gezogen wird, wenn das Auto so dreckig ist, dass man evtl. Beschädigungen unter dem Dreck nicht erkennen kann. Zusätzlich drohen auch Extrakosten für das Reinigen, ebenso wie wenn Sie im Auto entgegen der Vorgaben geraucht haben.